Gewässerpflegeverband Ohlau

Der Gewässerpflegeverband Ohlau ist 1962 aus den  Wasser- und Bodenunterhaltungsverbänden Obere, Mittlere und Untere Ohlau, aus dem Krummbek-Dreckauverband und aus dem Schirnauverband entstanden. Er umfasst ein Verbandsgebiet von ca. 7509 ha und einer etwa 111 km langen Gewässerstrecke.

Er gehört bei dem Thema naturnahe Umgestaltung von Fließgewässern zu den Vorreitern im Kreis Segeberg. Schon 1987 wurde die Schirnau bei Nützen auf einer Länge von 2250 m umgestaltet. Im Jahr 2002 wurden dann z.B. im Bereich der Krummbek / Dreckau 14 Abstürze in Sohlgleiten umgewandelt, um die Wanderung der Kleinlebewesen und Fische zu ermöglichen.

Steht heute die naturnahe Pflege im Vordergrund, hatten unsere Vorgänger ganz andere Aufgaben: Anfang des 20. Jahrhunderts musste Kulturland als Grundlage für die Ernährung einer wachsenden Bevölkerung durch Trockenlegung von Feuchtgebieten, Begradigung und Vertiefung von Gewässern geschaffen werden.
Dabei ist die Natur in ihrer Vielfalt zurückgeblieben.
Die Anforderungen an die Gewässerunterhaltung haben sich also dramatisch geändert.
Nach wie vor muss der Wasserabfluss gewährleistet sein, damit heute eine moderne, schlagkräftige Landwirtschaft wirtschaftliche Erträge erzielen kann.

Für die Ohlau sind die Verbesserung der Gewässerstrukturen, die Verringerung von Nährstoff- und Sedimenteinträgen und die Einleitung einer dynamischen Gewässerentwicklung auch vor dem Hintergrund einer Vernetzung zwischen Gewässer und Tal Aue vorgesehen.
Bei anstehenden Unterhaltungsarbeiten ist der Verband für die Beachtung der Artenschutzbestimmungen verantwortlich. Die EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) fordert und fördert den natürlichen Zustand von Gewässern. Für das Gewässernetz der Ohlau wurden in Vergangenheit bereits erhebliche Fördermittel aufgewendet und weitere sind vorgesehen. Das Ergebnis und auch der Rückfluss dieser Gelder sind wichtig für die Region, sind aber mit einigem bürokratischen Aufwand verbunden. Der Verband hat für eine effektive und kompetente Verwaltung zu sorgen, hier wird das Mitglieder- und  Beitragswesen geführt.